Mitgliederversammlung 2025 mit Rückblick und Ausschau

Die Aufgaben des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) sind vielfältig. Die Betreuung von Flüchtlingen, Integration von Ausländern, interreligiöse Arbeit und interkulturelle Veranstaltungen sowie eine Verbesserung des Miteinanders von Einheimischen und neuen Mitbürgern hat sich der Verein zum Ziel gesetzt. Einen Überblick über die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres und die Planungen für 2026 gab die alte und neue IKVP-Vorsitzende Marita Emrich in der Mitgliederversammlung im Hofbergsaal.

Bericht über die Neuwahlen des Vorstands und des Beirats siehe hier.

2024 konnte der Kulturverein sein 15-jähriges Bestehen feiern, und das große Jubiläumsfest war ein Höhepunkt der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen, die auch noch mit elf weiteren Veranstaltungen aufwarten konnten. Das vielfältige Programm reichte von der Ausstellung „Kunst deines Nachbarn“, bei der diesmal Kunst aus der Ukraine im Mittelpunkt stand, über Kermes und Fastenbrechen in der Moschee, Friedensgebet am Baum der Religionen, einen interkulturellen Film, einen Erzählnachmittag mit Märchen aus aller Welt, ein internationales „Picknick im Paradies“ und einen Vortrag über „Klimawandel und Klimagerechtigkeit“ bis zu einem weiteren Jubiläum: Seit 20 Jahren gibt es in Pfaffenhofen den christlich-islamischen Dialog, und das war Anlass für einen Vortrag über „Fundamentale Gemeinsamkeiten und Aufgaben“.

Die aktuellen Einwohnerzahlen in Pfaffenhofen zeigen, dass der Anteil der Ausländer weiter leicht ansteigt. Nach einer Statistik der Stadtverwaltung leben 4.600 Ausländer in der Stadt, was einen Ausländeranteil von 16,4 Prozent bedeutet. Dabei spielen inzwischen andere Herkunftsländer eine große Rolle, denn die meisten neuen Migranten kommen aus Osteuropa, vor allem aus Bulgarien, Rumänien, dem Kosovo und der Ukraine. Wie Gabi Dettke, die Vorsitzende des AK Asyl im IKVP, berichtete, leben in staatlichen Unterkünften in der Stadt Pfaffenhofen derzeit noch 90 Asylbewerber und 145 Ukrainer.  

Über die Integrationsleistung der Volkshochschule im Landkreis Pfaffenhofen berichtete die vhs-Leiterin Alice Köstler-Hösl. Bereits seit 2005 bietet die vhs Integrations- bzw. Sprachkurse für Ausländer an, und sie hat ihr Angebot in den letzten zehn Jahren stetig ausgebaut. Aktuell sind hier 17 Lehrkräfte und zwölf Prüferinnen im Einsatz. Derzeit besuchen 238 Personen einen Integrationskurs der vhs, und über 700 Teilnehmer haben in diesem Jahr verschiedene Deutschprüfungen absolviert.

Alle zwei Jahre führt der IKVP Interkulturelle und Interreligiöse Wochen durch, und für 2026 sind bereits wieder einige Veranstaltungen, die immer fest zum Programm gehören, in der Planung. Wie Marita Emrich erläuterte, soll ein großes „Fest der Kulturen“ am 18. April einen besonderen Höhepunkt bilden. Und vielversprechend klingt auch die Planung für die nächste Ausstellung in der Reihe „Kunst deines Nachbarn“, bei der mehrere junge Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Nationalitäten ihre „Junge Kunst von nebenan“ präsentieren. Ideen und Anregungen für mögliche Aktionen und Veranstaltungen nehmen die IKVP-Vorsitzende und ihre Mitstreiter gern entgegen. Und natürlich sind auch Interessierte immer willkommen. Allen, die im Verein mitarbeiten, sagte Marita Emrich abschließend Dankeschön für ihr Engagement und sie fügte hinzu: „Unsere Mitbürger brauchen euch!“