Kategorie: Allgemein

  • Kicken für einen guten Zweck: Gelungenes Benefiz-Fußballturnier von Sali Çekaj

    Kicken für einen guten Zweck: Gelungenes Benefiz-Fußballturnier von Sali Çekaj

    23 Teams beteiligten sich am 5. Juli 2026 am diesjährigen humanitären Fußballturnier des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj e.V. Pfaffenhofen. Bereits seit über 20 Jahren führt der Verein das beliebte Benefiz-Turnier regelmäßig durch und die Beteiligung ist dieses Jahr sogar noch einmal gestiegen. Der gesamte Erlös aus den Teilnehmerbeiträgen sowie dem Verkauf von Essen und Getränken kommt Hilfsprojekten in Albanien und dem Kosovo zugute.

    Mehrere Mannschaften kamen aus Pfaffenhofen, aber auch Teams aus der weiten Umgebung nahmen teil. Neben vielen Hobby- und Betriebsmannschaften war auch der FC Kosova München als einziger Bezirksligist mit dabei. Mit jeweils fünf Feldspielern plus Torwart traten die Teams auf drei Kleinfeldplätzen auf dem Kunstrasen gegeneinander an. Gespielt wurde je zehn Minuten lang in fünf Gruppen, aus denen jeweils die drei Bestplatzierten in die K.O.-Phase weiterkamen. Nach vielen spannenden Spielen konnte schließlich die Mannschaft G-Netz aus München den Siegerpokal mit heimnehmen. Auf Platz zwei folgte Kastrati Haustechnik aus Pfaffenhofen, gefolgt vom Pfaffenhofener Team Daskalov Küchenmontage. Als bester Torschütze wurde Safet vom Team Shqiponjat Dardane aus Fürstenfeldbruck ausgezeichnet, und bester Torwart war Semih Cakmakci vom Team G-Netz. Die Mannschaft von Sali Çekaj zeigte sich wieder als sehr guter Gastgeber, denn sie beschied sich mit einem der hinteren Plätze. Gastgeberqualitäten bewiesen aber auch die Helfer, die für eine gute Bewirtung sorgten. Viele Vereinsmitglieder packten bei der Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung kräftig mit an. Und die Organisation, Turnier- und Spielleitung lagen bei Argent Ferizi, dem Vorsitzenden von Sali Çekaj, und seinen Mitstreitern in besten Händen.

    Foto:
    Das Team des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj Pfaffenhofen mit dem Vereinsvorsitzenden und Turnierleiter Argent Ferizi (von links), Gazmend Dashi, den Spielern Albijon, Rilind, Ilirjon, Ridon, Jetmir, Ermal, Altin und den Spielleitern Enis und Luan.

  • Einfach nur Mensch sein!

    Einfach nur Mensch sein!

    Menschlicher Umgang mit Flüchtlingen statt Ablehnung und Diskriminierung

    Eine stimmungsvolle, aber auch nachdenklich machende Stunde erlebten rund 100 Besucher am Mittwochabend, 17. Juni 2026, beim interreligiösen Friedensgebet im Bürgerpark. Der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) hatte dazu bereits zum 9. Mal eingeladen, und im Mittelpunkt stand diesmal das Thema „Propheten in Bibel und Koran – und heute?“

    Für besonders schöne Stimmung sorgte dabei der Gospelchor „Voices of Joy“ unter der Leitung von Barbara Scheer, der die Vorträge und Gebete mit passenden Liedern und mehrstimmigem Gesang begleitete.

    Im Mittelpunkt der Veranstaltung am „Baum der Religionen“ standen die Themen Menschlichkeit und Barmherzigkeit, vor allem im Umgang mit Geflüchteten. Der ehemalige Pastoralreferent und IKVP-Gründer Sepp Steinbüchler führte durch die Veranstaltung. Das Wort „Prophet“, so erläuterte er, bedeute wörtlich übersetzt „Fürsprecher“, habe also weniger mit Vorhersagen zu tun als vielmehr damit, für einen Schwächeren das Wort zu ergreifen und ihm beizustehen.

    Das verdeutlichten auch die Texte aus der Bibel und dem Koran, die von Willy Spatschek und Dr. Volker Stagge als Vertretern christlicher Gemeinden und Imam Coskun Öztürk von der türkisch-islamischen Gemeinde vorgetragen und auch erläutert wurden. Da ging es um Gastfreundschaft, den Umgang mit Fremden und um Barmherzigkeit.

    Ganz konkret wurden diese Themen in einem beeindruckenden Bericht von Caritas-Mitarbeiterin Anja Wätzold aus ihrer Arbeit im „Fachdienst Flucht und Migration“. Zusammen mit ihren Kolleginnen ist sie in der Stadt Pfaffenhofen und im ganzen Landkreis sowie im Anker-Zentrum tätig und arbeitet auch eng mit Helferkreisen und Ehrenamtlichen zusammen.

    Bei aller Professionalität und Kompetenz, so betonte sie, seien vor allem eine kontinuierliche, verlässliche Beratung und menschlicher Umgang wichtig. „Integration gelingt nicht allen durch Strukturen, sondern durch Beziehungen“, betonte sie, „und durch eine Gesellschaft, die bereit ist, andere Menschen aufzunehmen und ihnen ein Ankommen zu ermöglichen.“ Sehr eindrucksvoll erzählte sie von einem jungen Afghanen, der als unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen war. Durch furchtbare Erlebnisse war er stark traumatisiert, hat sich aber mit Hilfe der Caritas inzwischen stabilisiert und auch Arbeit gefunden. 

    Sepp Steinbüchler ging auf die Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl ein und forderte: „Wir brauchen beides“: echte Menschen vor Ort, aber auch überörtliche starke Organisationen mit Helfern und Anwälten. Er schilderte einen erschütternden Fall, bei dem ein Schiff der griechischen Küstenwache ein Schlauchboot voller Flüchtlinge brutal überfahren hatte. Pro Asyl setzt sich jetzt für die wenigen Überlebenden ein. An einem Infotisch gab es verschiedene Informationen über die Arbeit von Pro Asyl und der Caritas, und es wurde auch um Spenden für Pro Asyl gebeten. Sepp Steinbüchler dankte allen Mitwirkenden und Helfern, vor allem dem Chor für die schönen Lieder, aber auch Max Hechinger jun. und Christoph Promoli für die Bereitstellung von Sitzbänken und Tontechnik sowie den Helfern des albanisch-deutschen Vereins Sali Çekaj, die den Baum der Religionen mit 113 bunten Bändern geschmückt hatten, symbolisch für die Menschen aus 113 Nationen, die in Pfaffenhofen leben. Nach dem gemeinsam gesprochenen Gebet „Frieden und Barmherzigkeit“ und einem gemeinsam gesungenen Lied fand das Friedensgebet mit einem Segensspruchseinen Abschluss.

    Texte aus Bibel und Koran lasen und erläuterten Imam Coskun Öztürk (von links), Dr. Volker Stagge, Willy Spatschek, Seyfettin Kilic (Übersetzer) und Sepp Steinbüchler.
    Caritas-Mitarbeiterin Anja Wätzold berichtete über ihre Arbeit mit Geflüchteten.
    Der Chor „Voices of Joy“ kam bei den Zuhörern sehr gut an.
  • Zu heiß für spannende Geschichten

    Zu heiß für spannende Geschichten

    So spannend die Geschichten auch waren – es war einfach zu heiß für einen Erzählnachmittag: Zu „Märchen aus aller Welt“ lud die Caritas am Wochenende zusammen mit dem Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) im Rahmen der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2026 ein, aber die Besucherzahl hielt sich in Grenzen. Dabei hatten Caritas-Mitarbeiterin Narine Hayrapetyan und die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich alles für einen gemütlichen Nachmittag vorbereitet. Und die Erzähler verschiedener Nationen hatten für ihre großen und kleinen Zuhörer abenteuerliche Märchen aus ihrer Heimat mitgebracht und lasen oder erzählten diese auf Deutsch.  

    Die Spanierin Lucia Casares-Villalba (Foto oben), die aus Barcelona stammt, erzählte eine berühmte Legende ihrer katalanischen Heimat. Dieter Kleiss las eine Geschichte aus England und ein Märchen aus dem arabischen Raum.

    Eigentlich waren auch noch Märchen aus Armenien und Rumänien vorgesehen, doch die fielen wegen der Hitze aus.

  • Begegnung und Gespräche beim Internationalen Frauenfrühstück

    Begegnung und Gespräche beim Internationalen Frauenfrühstück

    Eine gute Gelegenheit zu Begegnungen, Kennenlernen und Austausch bot am Freitag, 19. Juni 2026, das Internationale Frauenfrühstück im Caritas-Zentrum Pfaffenhofen, zu dem die Caritas im Rahmen der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen des Internationalen Kulturvereins (IKVP) eingeladen hatte.

    Caritas-Mitarbeiterin Jenny Nguemakwe Poungom und die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich freuten sich, junge und ältere Frauen verschiedener Nationen und Kulturen, zum Teil auch mit kleinen Kindern, begrüßen zu können.

    Bei Kaffee, Tee und einem leckeren internationalen Frühstück, zu dem mehrere Besucherinnen etwas beigetragen hatten, ergaben sich interessante Gespräche.

    Und auch der Termin für ein nächstes Frauenfrühstück wurde schon bekanntgegeben: Am 25. September von 9 bis 11 Uhr sind wieder alle interessierten Frauen eingeladen.

  • Gelungene Feier von Sali Çekaj an der Mutter-Teresa-Statue

    Gelungene Feier von Sali Çekaj an der Mutter-Teresa-Statue

    Mutter Teresa ist weltweit bekannt und gilt als Symbolfigur für tätige Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Humanismus über alle Grenzen von Staaten und Religionen hinweg. Für die Albaner ist sie eine Nationalheilige. Der albanisch-deutsche Kulturverein Sali Çekaj hat ihr zu Ehren vor zehn Jahren, im Juni 2016, eine Statue neben der Pfaffenhofener Stadtpfarrkirche aufgestellt. Solidarität mit Bedürftigen und tatkräftige Unterstützung für Arme sind ja auch dem Verein ein großes Anliegen.

    Das zehnjährige Jubiläum war am Sonntag, 14. Juni 2026, ein guter Anlass für ein großes Fest, zu dem Argent Ferizi, der Vorsitzende von Sali Çekaj, über 200 Besucher und eine ganze Reihe von Ehrengästen auf dem Pfarrplatz begrüßen konnte.

    „Wir feiern heute nicht nur das zehnjährige Bestehen der Mutter-Teresa-Statue in Pfaffenhofen, sondern auch das, wofür sie steht: Menschlichkeit, Nächstenliebe und gegenseitigen Respekt“, betonte Argent Ferizi. Pfaffenhofen sei für viele Albaner bzw. Kosovaren, die vor Jahrzehnten als Kriegsflüchtlinge hierhergekommen waren, längst zu einer zweiten Heimat geworden. Hier werde Integration gelebt und aus einem Nebeneinander der Kulturen sei inzwischen ein echtes Miteinander geworden.

    Argent Ferizi, der Vorsitzende von Sali Çekaj, begrüßte die Gäste.

    Ein Dankeschön richtete der Vorsitzende an Pfarrer Albert Miorin, der den Pfarrplatz und das Pfarrheim für die Feier zur Verfügung gestellt hatte. „Mutter Teresa schafft es immer wieder, Menschen um sich zu versammeln“, erklärte Miorin und erzählte, dass des öfteren Besucher interessiert vor der Statue stehen bleiben oder auch Blumen ablegen. „Und sie war auch eine schlagfertige Frau“, fügte er hinzu, denn auf die Frage, wie man ihr helfen könne, habe sie geantwortet: „Kennt ihr die Armen in eurer Stadt? Helft denen!“

    Die Bedeutung von Mutter Teresa und auch die Verdienste des Vereins Sali Çekaj hoben auch Gentiana Mburimi, die albanische Konsulin in München, der kosovarische Imam Xhevat Kryeziu und die anwesenden Politiker in ihren Grußworten hervor. Landrat Albert Gürtner dankte dem Verein Sali Çekaj für die gelungene Integration: „Sie sind Teil unseres Landkreises.“ Der Integrationsbeauftragte Karl Straub betonte, dass die Statue mehr sei als eine schöne Geste, denn mit ihr hätten die Albaner in Pfaffenhofen ein dauerhaftes Zeichen gesetzt. Und Zweiter Bürgermeister Peter Heinzlmair erklärte, Pfaffenhofen sei stolz auf die kulturelle Vielfalt und das gute Miteinander in der Stadt.

    Marita Emrich, die Vorsitzende des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP), arbeitet eng mit Vertretern von Sali Çekaj zusammen und erlebt den Verein als „aufgeschlossene, hilfsbereite und stolze Gemeinschaft“. Ebenso wie ihr Amtsvorgänger Sepp Steinbüchler dankte sie Sali Çekaj für die tatkräftige Unterstützung und langjährige Verbundenheit.

    Dankeschön sagte auch Argent Ferizi im Namen seines Vereins, und bei einigen Unterstützern bedankte er sich mit besonderen Ehrenurkunden: bei der Stadt Pfaffenhofen, vertreten durch Peter Heinzlmair, bei Don Shtjefen Dodes in Vertretung von Don David Xhurgja, bei Dr. Mark Palnikaj, Imam Xhevat Kryeziu, Generalkonsuliun Gentiana Mburimi, bei Zeqir Mehmetaj, dem Leiter des albanischen Senders „RTV Fontana“, und bei Elisabeth und Sepp Steinbüchler, die er als „Motoren des interkulturellen Zusammenlebens in Pfaffenhofen“ bezeichnete.

    Argent Ferizi (links) bedankte sich bei einigen Gästen mit besonderen Ehrenurkunden,

    Ihre Kultur und ihre eigene Sprache ist den Albanern nach wie vor wichtig, und so wurde das Fest zweisprachig moderiert – auf Deutsch von der Integrationslotsin Nevila Saja-Seefried und auf Albanisch vom Opernsänger Artan Lika, der auch für einige musikalische Einlagen sorgte. Ein junges Mädchen, Leona Shala, sprach in der Ordenstracht von Mutter Teresa ein Gedicht über die Ordensgründerin, die auch als „Engel der Ärmsten“ bekannt ist.

    Die Moderatorin Nevila Saja-Seefried und der Opernsänger Artan Lika
    In der typischen weiß-blauen Ordenstracht trug Leona Shala ein Gedicht über Mutter Teresa vor.

    Aufgelockert wurden die Ansprachen und Grußworte außerdem durch Vorführungen der rumänischen Tanzgruppe und der Kinder- und Jugendtanzgruppe von Sali Çekaj.

    Die Kinder- und Jugendtanzgruppe von Sali Çekaj bekam viel Applaus.
    Sehr schwungvoll präsentierte sich die rumänische Tanzgruppe.

    Zum Jubiläums-Programm gehörte auch ein interreligiöser Open-Air-Gottesdienst, den Stadtpfarrer Albert Miorin leitete. Zur Seite standen ihm dabei Don Albert Krista, der Pfarrer der albanisch-kosovarischen Gemeinschaft, Pfarrer Slobodan Mykola von der ukrainischen griechisch-orthodoxen Kirche sowie Coskun Öztürk, der Imam der türkisch-islamischen Gemeinde. Letzterer verabschiedete sich gleichzeitig von den Pfaffenhofenern, da er Ende des Monats in die Türkei zurückkehrt. Ein von allen Anwesenden gemeinsam gesprochenes Gebet der Vereinten Nationen appellierte an jeden Einzelnen, sich einzusetzen für Frieden und Menschenrechte. Musikalisch begleiteten Willi Breher an der Gitarre und der Sänger Artan Lika die religiöse Feier.

    Beim interreligiösen Gottesdienst (von links): Seyfettin Kilic (als Übersetzer) und Imam Coskun Öztürk sowie die Pfarrer Don Albert Krista, Albert Miorin und Slobodan Mykola.

    Zum Abschluss der Veranstaltung gab es ein leckeres, traditionell albanisches Buffet, zu dem die Frauen und Mädchen des Vereins ins Pfarrheim einluden, tatkräftig unterstützt von einigen jungen Burschen, die Getränke anboten.

    Fleißige Mädels am albanischen Buffet
    Fleißige Burschen bei der Getränkeausgabe
  • Lebendig und abwechslungsreich: Junge Künstler zeigen „Zwischenwelten“

    7. Ausstellung in der Reihe „Die Kunst deines Nachbarn“

    Bis Anfang Juni ist in der Städtischen Galerie eine Ausstellung in der Reihe „Die Kunst deines Nachbarn“ zu sehen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Fünf junge Künstler – vier Frauen und ein Mann – aus dem Landkreis Pfaffenhofen, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, zeigen 26 spannende, höchst unterschiedliche Werke unter dem gemeinsamen Titel „Zwischenwelten – junge Kunst von nebenan“.  

    Eröffnet wurde die Ausstellung, die das Herzstück der diesjährigen Interkulturellen und Interreligiösen Wochen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) bildet, am Samstagabend. Zur Vernissage waren zahlreiche, darunter auffallend viele junge Gäste ins Haus der Begegnung gekommen, und sie erlebten neben sehenswerter Kunst auch Tanz und Musik aus einem anderen Land. Die in Kiew ausgebildete Tänzerin Viktoria Hartmann zeigte sehr ausdrucksstark modernen Tanz, und die ebenfalls aus der Ukraine stammenden Geschwister Anastasia, Markiian und Bernadetta Lytvyn spielten Volkslieder ihrer Heimat auf Querflöte, Klarinette und Geige.

    Im Mittelpunkt des Abends aber standen natürlich die fünf jungen Künstlerinnen und Künstler. Hanna Laura Emrich, Dinah-Charles Francis, Lea Ndreka, Loris van den Beld und Daria Zemerova bespielen die Galerie mit Zeichnungen, Gemälden, Fotos, Objekten und digitalen Prints. Hanna stellt Zeichnungen aus; ihre Eltern stammen aus Rumänien. Dinah-Charles zeigt Fotos und ihr Wies’nplakat 2025; sie hat nigerianisch-kroatische Wurzeln. Lea präsentiert Acrylbilder und eine digitale Zeichnung sowie einen nachhaltigen Rucksack; ihr Vater ist Albaner. Loris hat sich der Fotografie verschrieben; er hat französische und holländische Wurzeln. Daria stellt u.a. eine Radierung, Malerei, eine Keramik und einen gestickten Teppich aus; ihre Eltern kommen aus Russland und der Ukraine.

    Vorgestellt wurden die jungen Talente von Carine Raskin-Sander, die nun bereits die siebte Ausstellung der „Kunst deines Nachbarn“ kuratiert hat und für ihr „unermüdliches Engagement und ihre Leidenschaft“ ein herzliches Dankeschön von der IKVP-Vorsitzenden Marita Emrich erhielt.

    Roland Dörfler, 2. Bürgermeister der Stadt Pfaffenhofen, zeigte sich von der „professionellen und vielfältigen“ Arbeiten sehr angetan und hoffte, dass die „Migrantenkinder in zweiter Generation“ sich in Pfaffenhofen wohlfühlen. Kulturreferent Reinhard Haiplik, der auch als ehemaliger Integrationsreferent alle sieben Ausstellungen der Reihe „Die Kunst deines Nachbarn“ erlebt hat, sah hier eine „Brücke zwischen den Kulturen“ und in der aktuellen Ausstellung zudem eine „Brücke zwischen Tradition und Moderne“. Dabei sind die Arbeiten seiner Meinung voller Dynamik, machen Spannungsfelder deutlich und beinhalten „das Hin- und Hergerissensein“ zwischen den Kulturen.

    „Es ist schön, in einer Stadt zu leben, in der Kultur so lebendig und vielfältig ist“, meinte Haiplik und betonte, dass an Kunst und Kultur nicht gespart werden dürfe. Das hob auch die Hettenshausener Künstlerin und Kuratorin Carine Raskin-Sander hervor. Sie wünschte sich mehr Wertschätzung für Kunst, aber auch mehr Wertschätzung für Migranten. So hätten die fünf jungen Künstlerinnen und Künstler ihr erzählt, dass sie sehr gern in Deutschland leben und hier ihre Heimat haben, dass sie aber durchaus einen Zwiespalt erleben und sogar beleidigt und angefeindet werden. Sie wünschte den jungen Leuten Selbstvertrauen und Erfolg, viel Mut und Freiheit für ihre künstlerische Zukunft, denn „unsere Gesellschaft braucht Künstler“.

    • Die Ausstellung kann bis zum 7. Juni täglich bei freiem Eintritt besucht werden: Montag bis Donnerstag 13.30 bis 17 Uhr, Dienstag und Freitag 9 bis 12 Uhr, Samstag/Sonntag und an Feiertagen 11 bis 17 Uhr.
    • Am Samstag und Sonntag, 6./7. Juni, sind die Künstlerinnen und Künstler selbst in der Ausstellung anwesend.
    • Zu Führungen durch die Ausstellung lädt Carine Raskin-Sander an zwei Sonntagen, 10. und 31. Mai, jeweils um 16 Uhr ein.
    • Hanna Laura Emrich bietet am Samstag, 6. Juni, von 15 bis 17 Uhr einen Workshop „Zeichentechniken“ an.
    • Mehr Informationen zu den KünstlerInnen
    Die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich (links) und Kuratorin Carine Raskin-Sander (Mitte) mit den jungen Künstlern (von links) Daria Zemerova, Loris van den Beld, Hanna Laura Emrich, Lea Ndreka, Dinah-Charles Francis.
    Zahlreiche Interessierte besuchten die Vernissage. Mit im Bild auch die Tänzerin Viktoria Hartmann und die jungen Musiker Anastasia, Markiian und Bernadetta Lytvyn.
    Die Geschwister Anastasia, Markiian und Bernadetta Lytvyn spielten Volkslieder aus der Ukraine.
    Die Profi-Tänzerin Viktoria Hartmann beeindruckte mit modernem Tanz. An der Querflöte wurde sie von Anastasia Lytvyn begleitet.
    Die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich (links) bedankte sich bei Carine Raskin-Sander, die nun bereits die 7. Ausstellung in der Reihe „Die Kunst deines Nachbarn“ kuratiert hat.
  • IKVP bei den Wochen gegen Rassismus

    IKVP bei den Wochen gegen Rassismus

    Der Internationale Kulturverein nimmt auch in diesem Jahr an den Pfaffenhofener Wochen gegen Rassismus teil.

    Bei der Eröffnung am 14. März 2026 stellte der IKVP sich und seine Arbeit an einem Stand auf dem Hauptplatz vor. Unter dem Thema „Menschenrechte für alle“ gab es Aktionen für Erwachsene und auch für Kinder.

    TV Ingolstadt berichtete über den Eröffnungstag:
    https://www.tvingolstadt.de/mediathek/video/wochen-gegen-rassismus/

    Marita Emrich (Mitte) und zwei ihrer Mitstreiterinnen am IKVP-Stand bei den Wochen gegen Rassismus
    Am Infostand des IKVP bei den Wochen gegen Rassismus

  • Die Kunst deines Nachbarn VII

    Die Kunst deines Nachbarn VII

    Zwischenwelten – Junge Kunst von nebenan

    Unter dem Titel „Die Kunst deines Nachbarn“ ist alle zwei Jahre, im Rahmen der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen, eine Ausstellung in der Städtischen Galerie zu sehen, die sich bisher jedes Mal mit einem anderen Land beschäftigt hat. In diesem Jahr ist sie international: Fünf junge Künstlerinnen und Künstler mit Migrationshintergrund aus dem Landkreis Pfaffenhofen zeigen unter dem Titel „Zwischenwelten – Junge Kunst von nebenan“ einige ihrer höchst unterschiedlichen Werke. Kuratiert wird die Ausstellung von der IKVP-Vorsitzenden Marita Emrich und der Künstlerin Carine Raskin-Sander.

    Die fünf jungen Künstlerinnen und Künstler arbeiten in verschiedenen Techniken und ihre Werke zeigen ganz unterschiedliche Ansätze.

    Lea Ndreka ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und hat deutsch-albanische Wurzeln. Sie hat Kommunikationsdesign, Kunst- und Kulturgeschichte an der Technischen Hochschule Augsburg studiert und ihren Master in Design & Change an der Linnaeus Universität in Växjö/Schweden gemacht. Sie arbeitet jetzt als Brand Managerin in Leipzig. Ihr besonderes Interesse gilt der nachhaltigen Entwicklung.

    Ihre künstlerische Praxis sieht Lea als leisen Dialog mit sich selbst, als Versuch zu verstehen, wie sie sieht, spürt, erinnert. In Malerei und Zeichnung öffnet sie Zwischenräume: das Hier und Jetzt, den Zufall, das Dazwischen von Menschen, Gedanken und Gefühlen.

    Daria Zemerova ist in Portugal geboren und hat russisch-ukrainische Wurzeln. Seit 2012 lebt sie in Geisenfeld. Sie stammt aus einer Künstlerfamilie – die Mutter Lyudmyla Storozhenko stellte selbst einen Teil ihrer Kunstwerke bei der „Kunst deines Nachbarn“ 2024 in Pfaffenhofen aus. Daria studiert an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Kunstpädagogik und Germanistik.
    Sie arbeitet mit zahlreichen Techniken – Zeichnung, Malerei, Keramik, Linolschnitt, Kaltnadel-Druck Zyanotypie oder digitale Malerei – und findet gern verschiedene Wege, ihre Kunst auszudrücken. In der Ausstellung „Zwischenwelten“ zeigt sie vorwiegend Drucke und gemalte Bilder, aber auch eine Keramik und einen kleinen Teppich. 

    Dinah-Charles Francis ist ein bayerisches Mädchen mit nigerianischen und kroatischen Wurzeln. Diese verschiedenen kulturellen Einflüsse prägen ihre Sicht auf die Welt. Nach einem Kommunikationsdesign-Studium an der Designschule München studiert sie jetzt Fotografie an der Royal Academy of Art in Den Hague/Niederlande.

    Durch Fotografie versucht sie Barrieren abzubauen, und durch Mode zeigt sie, dass Stil kein Statussymbol ist, sondern eine Sprache des Charakters. Ihr Ziel ist es, Räume zu schaffen, visuelle, physische und kulturelle, in denen Menschen sich selbst neu sehen können. Viel Aufmerksamkeit hat Dinah-Charles Francis im vergangenen Jahr gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Amiera Harithas bekommen, denn ihr Entwurf wurde als Oktoberfest-Plakat 2025 ausgewählt.

    Hanna Laura Emrich ist in Pfaffenhofen geboren und hat deutsch-rumänische Wurzeln.
    Sie war Mitglied des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins und stellte 2024 und 2025 zusammen mit ihren Kunstfreunden in der Jahresausstellung des Kreativquartiers einige ihrer Werke aus. Zurzeit studiert sie Kunst und Multimedia an der LMU. 
    Ob Malerei, Zeichnungen oder Fotografie – Hanna ist immer wieder fasziniert von Farbgestaltung und Verzerrung der Realität. Obwohl sie Objekte gern realistisch darstellt, haucht sie ihren Bildern erst durch surreale, harte Farbkontraste Leben ein. In Pfaffenhofen zeigt sie Fotografien sowie Zeichnungen mit Tusche, Buntstift und Acryl.

    Loris van den Beld hat französische und holländische Wurzeln. Er ist in Pfaffenhofen und Scheyern zur Schule gegangen und studiert jetzt Digital Media und Print an der Hochschule München.
    Seine Leidenschaft für Fotografie hat Loris schon mit neun Jahren durch seinen Vater entdeckt und seitdem immer weiter ausgebaut. Mit seinen Fotos will er die Betrachter anregen, ihre eigenen Erfahrungen damit zu verknüpfen. Egal wie banal oder komplex ein Foto auch sein mag, das Ziel bleibt immer gleich: Gefühle in Menschen auszulösen und zum Nachdenken anzuregen.

    • Die Vernissage beginnt am Samstag, 2. Mai, um 19.30 Uhr in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung. Anschließend kann die Ausstellung vom 3. Mai bis 7. Juni besichtigt werden.
    • Am Eröffnungsabend übernimmt Kulturreferent Reinhard Haiplik die Begrüßung der Gäste, und Carine Raskin-Sander gibt eine Einführung in die Ausstellung. Auf dem Programm stehen außerdem eine Tanzvorführung von Viktoria Hartmann und Musik von Anastasia Lytvin (Querflöte – 1. Preis beim Landeswettbewerb und 2. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ ) und Markiian Lytvin  (Klarinette)
    • Am Samstag und Sonntag, 6./7. Juni, sind die Künstlerinnen und Künstler selbst in der Ausstellung anwesend.
    • Zu Führungen durch die Ausstellung lädt Carine Raskin-Sander an zwei Sonntagen, 10. und 31. Mai, jeweils um 16 Uhr ein.
    • Hanna Emrich bietet am Samstag, 6. Juni, von 15 bis 17 Uhr einen Workshop „Zeichentechniken“ an.

    (Foto oben: Lea Ndreka, Que-Linh, digitale Zeichnung)

    Daria Zemerova, Keramik „Weisheit“
    Das Münchner Wies’nplakat 2025 wurde von Dinah-Charles Francis und Amiera Harithas gestaltet.

  • Interkultureller Film „Mission: Joy – Zuversicht & Freude in bewegten Zeiten“

    Interkultureller Film „Mission: Joy – Zuversicht & Freude in bewegten Zeiten“

    Dieser Film ist tief bewegend, aber auch sehr humorvoll. „Mission: Joy“ zeigt die außergewöhnliche Freundschaft zweier ganz bedeutender spiritueller Leitfiguren unserer Zeit, die die Grenzen ihrer jeweiligen Religion überschreiten.

    Der Film läuft im Rahmen der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2026 des IKVP und in der vhs-Reihe „Der besondere Film“. Beginn ist am Donnestag, 21. Mai, um 19.30 Uhr im Cineplex Pfaffenhofen, Ledererstr. 3. Karten gibt es online und an der Kinokasse.

    Anlässlich des 80. Geburtstags des Dalai Lama im Jahr 2015 reiste der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu (verstorben im Dezember 2021) zu seinem langjährigen Freund ins nordindische Dharamsala. Dabei standen beide zusammen für mehrtägige Interviews zur Verfügung, aus denen das „Buch der Freude“ entstand. Der Film dokumentiert das Treffen der beiden Freunde, die in ganz unterschiedlichen Welten leben und dennoch so viel gemeinsam haben. Ihre Gespräche drehen sich insbesondere um die Frage, wie man Freude und Zuversicht auch in schwierigen Lebenslagen erhalten oder gewinnen kann. Der kurzweilige Dokumentarfilm fasziniert vor allem durch den Humor und die Weisheit der beiden alten Männer.

    Nach einer kurzen Einführung durch Peter Dorn besteht im Anschluss an den Film die Möglichkeit zum Gespräch im Foyer des Kinos.

    Fotos: © Tenzin Choejor

  • Friedensgebet am Baum der Religionen im Bürgerpark

    Friedensgebet am Baum der Religionen im Bürgerpark

    Zum 9. Friedensgebet am Baum der Religionen im Bürgerpark lädt der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) gemeinsam mit den örtlichen Kirchen und Religionsgemeinschaften am Mittwoch, 17. Juni, um 19.30 Uhr ein. Musikalisch gestaltet wird die Veranstaltung vom Gospelchor „Voices of Joy“ unter der Leitung von Barbara Scheer.

    Das interreligiöse Friedensgebet steht in diesem Jahr unter dem Leitwort „Propheten in Bibel und Koran – und heute?“. Ob Jesaia, Jesus oder Mohammed – im Alten und im Neuen Testament sowie auch im Koran sind eine Reihe von Propheten zu finden. Aus der jüngeren Vergangenheit sind uns Mahatma Gandhi und Martin Luther King als leuchtende Vorbilder bekannt. Und heute? Was heißt es für uns, prophetisch zu leben und zu handeln?

    Mit diesem Thema setzen sich die Verantwortlichen der christlichen und islamischen Religionsgemeinschaften Pfaffenhofens auseinander, die wieder am gemeinsamen Friedensgebet beteiligt sind. Die Leitung und Moderation der Veranstaltung hat Sepp Steinbüchler, der ehemalige Pastoralreferent der katholischen Stadtpfarrei.

    Die Situation von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern in Pfaffenhofen und Umgebung beleuchtet eine Mitarbeiterin der Caritas Pfaffenhofen. Sie berichtet auch über ihre Tätigkeiten und Möglichkeiten bei der Beratung und Betreuung von Migranten. 

    Beim Friedensgebet am 17. Juni werden einige Bierbänke als Sitzgelegenheiten aufgestellt. Die Teilnehmer können aber gern auch eigene Stühle, Hocker o.ä. mitbringen.

    Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung auf Mittwoch, 1. Juli, um 19.30 Uhr verschoben.

    Der Gospelchor „Voices of Joy“ unter der Leitung von Barbara Scheer singt am 17. Juni beim Friedensgebet am Baum der Religionen. Foto: Robert van den Belt