Kategorie: Integration

  • InterKulturGarten lud zum Picknick ein

    InterKulturGarten lud zum Picknick ein

    Neues Garten-Paradies in Niederscheyern

    Ebenso beeindruckt wie begeistert waren die Besucher am 11. Juli 2026 vom neuen Pfaffenhofener „Paradiesgarten“. Das idyllische Gelände zwischen Niederscheyerer Straße und Gerolsbachpark bot den optimalen Rahmen für das „Picknick im Paradies“, zu dem die Gestaltungsgemeinschaft des InterKulturGartens in Kooperation mit dem Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) und dem AK Inklusion eingeladen hatte.

    Die Besucher brachten Essen selbst mit, sodass sich ein buntes internationales Buffet ergab, an dem sich jeder bedienen konnte. Dazu gab es Gemüse und Fleisch vom Grill sowie kühle Getränke. Den ganzen Nachmittag über herrschte eine lockere und entspannte Atmosphäre. Bei den hochsommerlichen Temperaturen erwies sich der alte Baumbestand als großer Glücksfall. So spendeten eine weit über hundert Jahre alte Buche, große Linden, Birken und Weiden angenehmen Schatten und einen idealen Platz zum Sitzen, Austauschen und Genießen. In lockeren Gesprächen und Tischrunden war Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen oder Treffen, zu Austausch und Begegnung. Für Kinder gab es Mal- und Bastelangebote, vor allem aber finden sie hier auch auf Dauer einen Sandkasten, die verschiedensten Kletterbäume und viel Natur.

    Sehr erfreulich war beim Picknick die bunte Mischung der Gäste. Neben langjährigen Wegbegleitern, ehemaligen Mitgliedern, die inzwischen verzogen sind, und etlichen Stammgästen nutzten auch einige Nachbarn die Gelegenheit, den neuen InterKulturGarten kennenzulernen. Schnell entwickelten sich persönliche Gespräche, neue Kontakte und Ideen für eine zukünftige Zusammenarbeit.

    Großes Interesse fanden auch die angebotenen Führungen, bei denen die Koordinatoren des InterKulturGartens die Entwicklung des neuen, inzwischen mit Gold zertifizierten Naturgartens erläuterten und die verschiedenen Lebensräume sowie das Konzept des naturnahen Gärtnerns vorstellten.

    Mit knapp 3.000 Quadratmetern ist der neue InterKulturGarten in Niederscheyern zwar deutlich kleiner als das Gartengelände am Bunker, aber er hat auch seine Vorteile. Er ist fast komplett eben und damit für Behinderte leichter zugänglich. Ein altes Gartenhaus kann nicht nur als Lager genutzt werden. Und ein Teich, der aus einer Quelle ständig mit Frischwasser versorgt wird, bietet neben Lebensraum für Fröschen und Molchen auch immer genügend Gießwasser für die vielen Blumen- und Gemüsebeete. Wie erfrischend hier ein Fußbad ist, konnten die Picknickbesucher am Samstag gleich selbst ausprobieren, und Manfred „Mensch“ Mayer hat auch schon weitere Pläne für das kleines Kneippbad im Kopf.

    Was der ehemalige Stadtrat, der auch schon den InterKulturGarten am Bunkergelände mitinitiiert hatte, gemeinsam mit Eri Gindert in den vergangenen Monaten in dem neuen Gelände geschaffen hat, ist wirklich beachtlich. Mit viel körperlichem Einsatz, Naturverständnis und Kreativität haben sie aus einem unwegsamen, dicht bewachsenen und völlig verwilderten Grundstück einen klar strukturierten, aber dennoch sehr naturnahen Garten gestaltet und der Projektgruppe InterKulturGarten des Vereins HALLERTAUER REGIOnal per Vertrag unentgeltlich überlassen. Hier haben Pflanzen und Tiere viel Raum, aber auch Hobbygärtner und Freiluft-Genießer haben ihre Möglichkeiten.

    Bereits eine Reihe von interessierten Gartenfreunden nutzen hier die Gemüseparzellen und Hochbeete, und auch ein paar Kinder haben kleine Beete zur eigenen Bepflanzung bekommen. Ein LEADER-geförderter LebensRaumErlebnisPfad bietet interessante Informationen, und viele schattige oder auch sonnige Plätze laden zum Ausruhen oder zu Gesprächen ein.

    Wer das Picknick verpasst hat, den neuen InterKulturGarten in Niederscheyern aber kennenlernen möchte, kann sich unter Tel. 08441 72023 melden und einen Termin vereinbaren.

  • Interessanter Abend in der Moschee

    Interessanter Abend in der Moschee

    Gemeinsames Fastenbrechen von Muslimen und Christen

    Muslime laden Christen ein – das ist seit über 20 Jahren in Pfaffenhofen gelebte Tradition. Bereits seit Anfang der 2000er-Jahre empfängt die türkisch-islamische Gemeinde Ditib jedes Jahr im Fastenmonat Ramadan Vertreter aus Politik und Gesellschaft, Kirchen und Schulen beim gemeinsamen Fastenbrechen – anfangs in den alten Räumen an der Kellerstraße und seit 2015 nun in der Moschee an der Hohenwarter Straße.

    Am 6. März konnte der neue Ditib-Vorsitzende Seyfettin Kilic viele Gäste zum abendlichen Fastenbrechen, dem „Iftar“, begrüßen, und sie alle bedankten sich für die langjährige Gastfreundschaft. Bürgermeister Thomas Herker bezeichnete die Moschee als „offenes Haus, das auch viele nicht-türkische Besucher hat“, und die stellvertretende Landrätin Kerstin Schnapp hob den Dialog, die Gemeinschaft und das Zusammenkommen hervor.

    Marita Emrich, die Vorsitzende des Internationalen Kulturvereins (IKVP), betonte, dass mit dem christlich-islamischen Dialog bereits seit über 20 Jahren „Brücken zwischen den Kulturen und Religionen“ gebaut würden. Sepp Steinbüchler, ehemaliger Pastoralreferent der katholischen Stadtpfarrei und Leiter der AG Tisch der Religionen und Kulturen im IKVP, bedankte sich bei den bisherigen Ditib-Vorsitzenden: bei Ali Tekin für seine Pionierarbeit, denn er hatte als Erster die politisch Verantwortlichen der Stadt zum Fastenbrechen eingeladen; bei Erol Demirci, der die Arbeit zwei Jahre lang fortgesetzt hatte, und bei Recep Bal, dessen „Ära“ von 2006 bis 2025 dauerte.

    Recep Bals langjährige Tätigkeit würdigte auch der neue Ditib-Vorsitzende Seyfettin Kilic, und Bal selbst bedankte sich – sichtlich bewegt – bei seinen Landsleuten und den deutschen Gästen für die „hervorragende Zusammenarbeit“ in den vergangenen 19 Jahren. „Wir sind inzwischen längst Einheimische geworden“, erklärte Recep Bal und wies darauf hin, dass auch zwei aktive Ditib-Mitglieder für den Stadtrat kandidierten.

    „Danke“ war vielleicht das wichtigste Wort dieses Abends. So ging ein großes Dankeschön auch an Sepp Steinbüchler für die langjährige Freundschaft und Unterstützung. Und an die türkischen Frauen, die ihre Gäste immer mit köstlichem Essen versorgen – an diesem Abend auch wieder mit Linsensuppe, gebackenen Auberginen mit Hackfleisch und Reis sowie süßen Baklava.

    Dank steht aber auch bei den Gebeten der Muslime im Mittelpunkt, und zwar Dankbarkeit gegenüber Allah. Das erläuterte Harun Gülten, der ehemalige Imam der Pfaffenhofener Gemeinde, den Besuchern, die im schönen Gebetsraum ein Gebet miterleben konnten. Fünfmal täglich beten gläubige Muslime, und der Ramadan ist für sie nicht nur ein Monat des täglichen Fastens von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, sondern auch eine Zeit des Teilens, des Spendens und des abendlichen Zusammenkommens.

    Diese Gemeinschaft im Ramadan bezeichnete die Islamwissenschaftlerin Susanne Odin als wirklich beneidenswert. Als Mitarbeiterin für Interreligiösen Dialog im Kirchenamt der evangelisch-lutherischen Landeskirche Bayern nimmt sie in verschiedenen Gemeinden am Fastenbrechen teil, und dabei spürt sie immer wieder „die Freude am Ramadan, an der Gastfreundschaft und der Gemeinschaft“. Für einen besonderen „Hingucker“ sorgten an diesem Abend drei Buben, die als „junge Derwische“ auftraten: Sefa, Ömer und Berat traten in weißen Gewändern und hohen Hüten auf und tanzten und drehten sich minutenlang zur Musik von Imam Coskun Öztürk.

    „Friedenstänzer“ als Gastgeschenk überreichten die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich und Sepp Steinbüchler (von links) an die ehemaligen Ditib-Vorsitzenden Recep Bal, Ali Tekin und den neuen Vorsitzenden Seyfettin Kilic.
    Sepp Steinbüchler (rechts) bedankte sich bei der Islamwissenschaftlerin Susanne Odin für ihr Kommen.
    Essensausgabe beim Fastenbrechen
    • Die Frauen haben die Gäste beim Fastenbrechen wieder bestens bekocht und bewirtet. Dafür bedankte sich der Ditib-Vorsitzende Seyfettin Kilic (rechts) mit Orchideen.
    Als junge Derwische traten Sefa, Ömer und Berat beim Fastenbrechen auf. Ihr Lehrer war Imam Coskun Öztürk, der sie auf der Ud, einer orientalischen Kurzhalslaute, musikalisch begleitete.
  • Internationales Frauenfrühstück

    Internationales Frauenfrühstück

    Begegnung, Gespräche, Kulinarisches

    Das internationale Frauenfrühstück ist ein Treffpunkt für Frauen aller Nationen, Kulturen und Altersgruppen. Es findet am Freitag, 19. Juni, um 9 Uhr in den Räumen der Caritas, Ambergerweg 3, statt. Der Eintirtt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Das Frühstück soll Raum für Begegnung bieten und den Austausch zwischen den Frauen ermöglichen. Willkommen sind alle Frauen, die bei einem vielfältigen Frühstücksbuffet und in gemütlicher Atmosphäre neue Kontakte knüpfen wollen, sich austauschen und neue Eindrücke gewinnen möchten.

    Ansprechpartnerinnen sind die Caritas-Mitarbeiterin Jenny Nguemakwe Poungom und die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich.

  • „Märchen aus aller Welt“

    „Märchen aus aller Welt“

    Internationaler Erzählnachmittag

    Die Migrationsberatung der Caritas lädt Groß und Klein zu einem Erzählnachmittag mit internationalen Märchen ein. Treffpunkt ist am Samstag, 20. Juni, um 15 Uhr bei der Caritas, Ambergerweg 3.

    Gemeinsam mit den Erzählern begeben sich die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine Reise durch verschiedene Länder und Kulturen und hören spannende und zauberhafte Märchen aus aller Welt. Der Märchennachmittag bietet Raum für Fantasie, gemeinsames Erleben und interkulturellen Austausch – ein Nachmittag zum Zuhören, Staunen und Wohlfühlen für Kinder, Eltern, Großeltern.