Der beliebte Frühjahrs-Kermes an der Pfaffenhofener Moschee steht am Sonntag, 19. April, von 11 bis 19 Uhr auf dem Kalender der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP). Zu diesem Fest lädt die türkisch-islamische Gemeinde Pfaffenhofen gemeinsam mit den Ditib-Gemeinden Baar-Ebenhausen, Wolnzach, Geisenfeld und Mainburg alle Interessierten ein. Der Eintritt ist frei.
Eine Besonderheit bei diesem Kermes ist eine Lesung von Djan Walsh, der um 15.30 Uhr im Saal der Moschee aus seinem Buch „Ein Leben mit den Türken“ liest. Außerdem gibt es Essen, Gegrilltes, Süßes und Getränke, und für Kinder wird eine Hüpfburg aufgebaut. Der Gesamterlös der Veranstaltung kommt der humanitären Hilfe im Gaza-Streifen zugute.
Mit der Lesung, die in deutscher und türkischer Sprache gehalten wird, soll das Buch „Ein Leben mit den Türken“ vorgestellt werden, das sich 65 Jahren deutsch-türkischer Freundschaft widmet. Neben dem in Deutschland geborenen Autor Djan Walsh kommt auch der Herausgeber und Übersetzer Latif Çelik zu der Veranstaltung nach Pfaffenhofen. Das Buch enthält Artikel, Tagebucheinträge, Erinnerungen und Notizen von türkischen Gastarbeitern aus den vergangenen Jahrzehnten. Dabei kommt u.a. auch Halil Ibrahim Bal (gestorben 2024) zu Wort, der Vater des langjährigen Vorsitzenden der Pfaffenhofener Ditib-Gemeinde, Recep Bal.
Vor 18 Jahren, im Februar 2008, hat der Kosovo seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Für den albanisch-deutschen Kulturverein Sali Çekaj ist das immer wieder ein guter Grund zum Feiern. So auch am 7. Februar 2026, als der Verein seine Mitglieder und einige deutsche Gäste in den Stockerhof eingeladen hatte, um mit Ansprachen und Gedichten, Musik und viel Tanz die Unabhängigkeit zu feiern.
Die aus dem Kosovo stammenden Mitglieder des Vereins Sali Çekaj sind, wie die allermeisten Kosovaren, albanischer Abstammung. Sie fühlen sich keineswegs als Serben, sondern vielmehr als Albaner, wobei etliche von ihnen längst die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben. Und so begann die Feier im Stockerhof mit drei Hymnen – der kosovarischen, der albanischen und der deutschen Nationalhymne.
Argent Ferizi, der Vorsitzende des Vereins, konnte einige Gäste besonders begrüßen, darunter die Generalkonsulin der Republik Albanien in München, Gentiana Mburimi, den bayerischen Integrationsbeauftragten Karl Straub, den Münchener Stadtrat Delija Balidemaj, die Vorsitzendes des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen, Marita Emrich, und ihren Amtsvorgänger Sepp Steinbüchler. Ferizi ging kurz auf die Vorgeschichte der Unabhängigkeit des Kosovo ein, und einige Jugendliche des Vereins trugen dazu Texte und Gedichte vor.
Gentiana Mburimi hob in ihrem Grußwort hervor, dass solche Feiern wichtig seien, um die Traditionen, die Kultur und die Sprache der Heimat an die junge Generation weiterzugeben. Sie bezeichnete es als wichtig, dass die Albaner sich am Wohnort integrieren, aber trotzdem ihre Traditionen bewahren. Karl Straub attestierte den Mitgliedern von Sali Çekaj „tolle Arbeit“, da sie sich nicht nur im Landkreis Pfaffenhofen und ganz Bayern, sondern auch in ihrer Heimat engagieren. „Sie sind ein fester Bestandteil Bayerns, und wir sind froh, dass Sie hier sind“, betonte Straub.
Das bestätigte auch Delija Balidemaj, da der Verein seit über 20 Jahren großartige humanitäre Arbeit in der Heimat leiste. Die Verdienste von Sali Çekaj um die interkulturelle Arbeit in Pfaffenhofen hob Sepp Steinbüchler hervor. So habe der Verein schon vor 20 Jahren bei der Vorbereitung der ersten Interkulturellen Wochen in Pfaffenhofen tatkräftig mitgewirkt und sei von Anfang an ein fester Bestandteil des Internationalen Kulturvereins. Ein besonderes Zeichen hatte Sali Çekaj vor zehn Jahren mit der Aufstellung der Mutter-Teresa-Statue auf dem Platz neben der Pfaffenhofener Stadtpfarrkirche gesetzt. Und nicht zuletzt unterstützen die Mitglieder seit Jahrzehnten bedürftige Landsleute in ihrer Heimat, wo sie im Jugoslawienkrieg zerstörte Wohnhäuser wiederaufgebaut bzw. neu gebaut haben.
Eine beliebte Gruppe des Vereins, die schon öfter in Pfaffenhofen einen Einblick in die Kultur ihrer Heimat gegeben hat, ist die Kinder- und Jugendtanzgruppe unter der Leitung von Shemsi Haziri und Rafet Muli, die auch an diesem Abend in ihren rot-weißen Trachten traditionelle albanische Tänze aufführte.
Später kamen dann zu den typischen Reigentänzen viele Besucher – und vor allem Besucherinnen – auf die Tanzfläche. Für die richtige Stimmung sorgte dabei die im Kosovo recht bekannte Musikgruppe „Vellezerit Mziu“, zu Deutsch „Fünf Brüder“. Die beiden Sänger und drei Musiker sind wirklich fünf Brüder, die direkt aus Theranda nach Pfaffenhofen angereist waren.
Argent Ferizi (links), der Vorsitzende des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj, mit einigen Ehrengästen bei der Unabhängigkeitsfeier. Im Bild weiter von links: die albanische Generalkonsulin Gentiana Mburimi, der Integrationsbeauftragte Karl Straub, der Münchener Stadtrat Delija Balidemaj, die Vorsitzende des Internationalen Kulturvereins, Marita Emrich, ihr Amtsvorgänger Sepp Steinbüchler und Vorstandsmitglied Gazmend Dashi.
Ihre Gastfreundschaft hat Tradition: Die Pfaffenhofener Muslime der türkisch-islamischen Gemeinde Ditib laden seit über 20 Jahren im Fastenmonat Ramadan Vertreter anderer Religionen, aus Stadt und Politik, Schulen und Gesellschaft zum Fastenbrechen ein. Heuer findet dieses gemeinsame Fastenbrechen am Freitag, 6. März 2026, um 17.30 Uhr in der Moschee an der Hohenwarter Straße statt.
Das Programm sieht neben dem gemeinsamen Essen auch Ansprachen sowie eine besonderen Tanzvorführung vor, und außerdem haben alle Interessierten die Möglichkeit, das Gebet im schönen Gebetsraum der Pfaffenhofener Ensar-Moschee mitzuerleben. Das Fastenbrechen bildet zugleich den Auftakt zu den Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2026 des Internationalen Kulturvereins (IKVP), die in den kommenden Monaten noch eine ganze Reihe von Veranstaltungen in Pfaffenhofen bieten.
Der Fastenmonat Ramadan dauert in diesem Jahr vom 19. Februar bis zum 20. März. Für die Muslime ist dies eine ganz besondere Zeit, in der es nicht nur um den Verzicht auf Essen und Trinken geht, sondern auch um soziales Engagement und vor allem um die innere Hinwendung zu Gott. Das Fasten ist eines der wichtigsten Gebote des Islam. In dieser Zeit stehen Besinnung und Enthaltung im Vordergrund. Zudem gibt der Ramadan mit dem abendlichen Fastenbrechen allen Teilnehmern die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und Beisammensein.
Die Veranstaltung am 6. März beginnt im Saal der Moschee mit einer Begrüßung durch den neuen Ditib-Vorsitzenden Seyfettin Kilic und einer Vorstellung der neuen Ditib-Vorstandsmitglieder. Nach Grußworten stellt die Islamwissenschaftlerin und evangelische Theologin Susanne Odin die Aufgaben und Tätigkeiten ihrer Fachstelle für Interreligiösen Dialog und Islamfragen vor, die im Kirchenamt der evangelisch-lutherischen Landeskirche Bayern angesiedelt ist. Es folgen das Gebet der Muslime und das gemeinsame Essen sowie zum Abschluss ein „Tanz der Derwische“, dargestellt von der Kinder- und Jugendgruppe der Gemeinde unter der Leitung von Imam Coskun Öztürk.
Die Frauen der Ditib-Gemeinde bereiten immer ein köstliches Essen für die Besucher des Fastenbrechens vor.Die Teilnehmer des Fastenbrechens können auch das Gebet der Muslime im schönen Gebtsraum miterleben.
Liebe Mitglieder und Förderer des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen e.V,
ein Jahr ist wieder vergangen. Für unseren Verein war 2025 ein arbeitsintensives, dennoch ein erfolgreiches Jahr, auf das wir stolz zurückblicken.
Wir konnten schließlich dieses Jahr 8 Veranstaltungen organisieren oder daran teilnehmen.
Wir nahmen an den „Wochen gegen Rassismus“ mit der Aktion „Lebendige Bibliothek“ teil.
Am Neubürgerfest nahmen wir und unsere Ländergruppen teil. Die türkische, albanische, asiatische, rumänische und arabische Ländergruppe haben sich mit einem großen Angebot an traditionellen Gerichten beteiligt.
An der Internationalen Nacht haben wir uns mit der Aktion „Nepal-Hilfe“ beteiligt. Unsere Ländergruppen haben alle Speisen gespendet. Die Einnahmen aus dem Verkauf in Höhe von 820 € haben wir je zur Hälfte an die „Nemaste Stiftung“ und „Gastroenterology Foundation“ gespendet. Beide Stiftungen engagieren sich seit Jahren für ein Non-Profit-Krankenhaus in Nepal. Unsere albanischen und rumänischen Tanzgruppen beteiligten sich am Kulturprogramm.
Zusammen mit der türkischen Gemeinde DiTiB haben wir das Theaterstück „Sind Sie Ausländer? Nein, ich bin Türke!“, die neue Komödie des Theaters „Ulüm“, nach Pfaffenhofen gebracht.
In Kooperation mit der Gemeinschaft des InterKulturGartens und dem AK Inklusion haben wir das „Picknick im Paradiesgarten“ mit ca. 50 Gästen organisiert.
Anlässlich des Ehrenamtsfestes vom Landratsamt haben wir uns mit der Querflötenspielerin Anastasia Lytvin – zweiten Platz beim Bundes Wettbewerb „Jugend musiziert“ 2025 – und ihrem Bruder Markiian (Klarinette), der kosovo-albanischen Kindertanzgruppe und der rumänischen Tanzgruppe am Kulturprogramm beteiligt.
Unser Jahresempfang hatte diesmal als Gast die rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde. Pfarrer Adrian Vasilache hielt einen Vortrag über die „Rumänisch-Orthodoxe Kirche in Bayern“ und Pfarrer Constantin Chirila präsentierte seine rumänisch-orthodoxe Kirche in Pfaffenhofen. Auch am Christkindlmarkt durften wir nicht fehlen. Unter dem Motto „Pfaffenhofen ist bunt“ haben wir zusammen mit „Pfaffenhofen ist bunt“ einen internationalen Probierabend am Vereinsstand angeboten. Die Besucherinnen und Besucher konnten Festtagsgebäck und traditionelle Spezialitäten aus acht Ländern probieren und die passenden Rezepte gleich mit nach Hause nehmen.
Wie Sie bereits aus der Presse erfahren haben dürften, haben wir zurzeit keine Geschäftsstelle mehr, aber wir suchen weiter einen entsprechenden Raum für unseren Verein. Das Gebäude in der Rot-Kreuz-Straße wurde vom Besitzer an einen Pfaffenhofener Unternehmer vermietet, um daraus Wohnungen für seine Mitarbeiter zu machen. Unsere aktuelle Adresse ist nun Schlachthofstraße 2, 85276 Pfaffenhofen.
Dieses Jahr fanden wieder neue Vorstands- und Beiratswahlen statt. Claudia Johannsen und Metin Hano haben sich vom Vorstand verabschiedet, Nidal Alasaad und Recep Bal wurden neu gewählt. Im Beirat fanden nur kleine Änderungen statt.
Abschließend wünschen wir Ihnen ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2026. Bleiben Sie gesund!
Fastenbrechen in der Moschee und neue Ausstellung in der Reihe „Kunst deines Nachbarn“
Alle zwei Jahre führt der Internationale Kulturverein Interkulturelle und Interreligiöse Wochen durch. 2026 steht die Veranstaltungsreihe mit vielen interessanten Terminen wieder auf dem Kalender.
Den Anfang macht am Freitag, 6. März 2026 das traditionelle Fastenbrechen in der Moschee, zu dem die Pfaffenhofener Muslime viele Christen einladen. Näheres siehe hier
Im Mai folgt dann die mittlerweile 7. Auflage der Ausstellungsreihe „Kunst deines Nachbarn“ in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung: Unter dem Titel „Zwischenwelten – Junge Kunst von nebenan“ zeigen fünf junge Künstlerinnen und Künstler aus Pfaffenhofen und Umgebung, deren familiäre Wurzeln in verschiedenen europäischen Ländern liegen, einen Querschnitt ihrer Arbeiten.
Hanna Laura Emrich, Dinah-Charles Francis, Lea Ndreka, Loris van den Beld und Daria Zemerova präsentieren höchst vielfältige Zeichnungen und Gemälde, Fotos, Objekte und digitale Prints.
Marita Emrich (Bildmitte) bleibt Vorsitzende des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP). Bei der Mitgliederversammlung am 24. Oktober 2025 im Hofbergsaal wurde sie einstimmig wiedergewählt. Ebenso einstimmig wurden ihre Stellvertreter Ardian Ndreka (rechts im Bild), Wolfgang Böhm (2. v. rechts) und Svitlana Ziskins (3. v. rechts) in ihren Ämtern bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Recep Bal (links) und Nidal Alasaad (3. v. links), nachdem die bisherigen Vorstandsmitglieder Claudia Johannsen und Metin Hano nicht mehr kandidiert hatten. Ebenfalls zum Vorstand gehört auch weiterhin der Integrationsreferent des Stadtrats, Martin Rohrmann (2. v. links). Marita Emrich bedankte sich bei ihren beiden ausgeschiedenen Vorstandskollegen und auch bei einigen weiteren besonders aktiven Mitgliedern für ihr Engagement.
In ihrem Amt bestätigt wurden auch die Kassenprüferinnen Maria Yu und Renate Popp, und als Integrationsreferent des Stadtrates gehört Martin Rohrmann weiterhin dem IKVP-Vorstand an.
Zustimmung gab es auch für die Beiratsmitglieder, die ihre Arbeitskreise, Gruppen und Organisationen im IKVP vertreten. Für die katholische Stadtpfarrei gehört Franz Sendtner dem Beirat an, die evangelische Gemeinde wird von Claudia Johannsen vertreten, die Neuapostolische Kirche von Wolfgang Böhm, und für die Rumänisch-Orthodoxe Kirche sitzt Pfarrer Constantin Chirila im Beirat. Die Caritas wird von Michaela Greguletz verteten, die vhs von Alice Köstler-Hösl, die KEB von Emilie Bergmeister und das Bündnis für Familie von Sonja Preller. Den AK Asyl im IKVP leitet Gaby Dettke, Sepp Steinbüchler führt die AG Tisch der Religionen und Kulturen, und Svitlana Ziskins leitet den AK Bildung und Sprache. Sieben Ländergruppen werden vom Verein unterstützt, und zwar der Albanisch-deutsche Kulturverein Sali Çekaj, vertreten durch Shemsi Haziri, die türkisch-islamische Gemeinde Ditib (Seyfettin Kilic), die arabischen Frauengruppen „A Sayel“ (Fatiha Chquobi) und „Al Salam“ (Wafaa Abou Baker) sowie die Ländergruppen Asien (Oanh Nguyen), Rumänien (Alina Bitea) und Ukraine (Viktoria Hartmann).
Die Aufgaben des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) sind vielfältig. Die Betreuung von Flüchtlingen, Integration von Ausländern, interreligiöse Arbeit und interkulturelle Veranstaltungen sowie eine Verbesserung des Miteinanders von Einheimischen und neuen Mitbürgern hat sich der Verein zum Ziel gesetzt. Einen Überblick über die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres und die Planungen für 2026 gab die alte und neue IKVP-Vorsitzende Marita Emrich in der Mitgliederversammlung im Hofbergsaal.
2024 konnte der Kulturverein sein 15-jähriges Bestehen feiern, und das große Jubiläumsfest war ein Höhepunkt der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen, die auch noch mit elf weiteren Veranstaltungen aufwarten konnten. Das vielfältige Programm reichte von der Ausstellung „Kunst deines Nachbarn“, bei der diesmal Kunst aus der Ukraine im Mittelpunkt stand, über Kermes und Fastenbrechen in der Moschee, Friedensgebet am Baum der Religionen, einen interkulturellen Film, einen Erzählnachmittag mit Märchen aus aller Welt, ein internationales „Picknick im Paradies“ und einen Vortrag über „Klimawandel und Klimagerechtigkeit“ bis zu einem weiteren Jubiläum: Seit 20 Jahren gibt es in Pfaffenhofen den christlich-islamischen Dialog, und das war Anlass für einen Vortrag über „Fundamentale Gemeinsamkeiten und Aufgaben“.
Die aktuellen Einwohnerzahlen in Pfaffenhofen zeigen, dass der Anteil der Ausländer weiter leicht ansteigt. Nach einer Statistik der Stadtverwaltung leben 4.600 Ausländer in der Stadt, was einen Ausländeranteil von 16,4 Prozent bedeutet. Dabei spielen inzwischen andere Herkunftsländer eine große Rolle, denn die meisten neuen Migranten kommen aus Osteuropa, vor allem aus Bulgarien, Rumänien, dem Kosovo und der Ukraine. Wie Gabi Dettke, die Vorsitzende des AK Asyl im IKVP, berichtete, leben in staatlichen Unterkünften in der Stadt Pfaffenhofen derzeit noch 90 Asylbewerber und 145 Ukrainer.
Über die Integrationsleistung der Volkshochschule im Landkreis Pfaffenhofen berichtete die vhs-Leiterin Alice Köstler-Hösl. Bereits seit 2005 bietet die vhs Integrations- bzw. Sprachkurse für Ausländer an, und sie hat ihr Angebot in den letzten zehn Jahren stetig ausgebaut. Aktuell sind hier 17 Lehrkräfte und zwölf Prüferinnen im Einsatz. Derzeit besuchen 238 Personen einen Integrationskurs der vhs, und über 700 Teilnehmer haben in diesem Jahr verschiedene Deutschprüfungen absolviert.
Alle zwei Jahre führt der IKVP Interkulturelle und Interreligiöse Wochen durch, und für 2026 sind bereits wieder einige Veranstaltungen, die immer fest zum Programm gehören, in der Planung. Wie Marita Emrich erläuterte, soll ein großes „Fest der Kulturen“ am 18. April einen besonderen Höhepunkt bilden. Und vielversprechend klingt auch die Planung für die nächste Ausstellung in der Reihe „Kunst deines Nachbarn“, bei der mehrere junge Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Nationalitäten ihre „Junge Kunst von nebenan“ präsentieren. Ideen und Anregungen für mögliche Aktionen und Veranstaltungen nehmen die IKVP-Vorsitzende und ihre Mitstreiter gern entgegen. Und natürlich sind auch Interessierte immer willkommen. Allen, die im Verein mitarbeiten, sagte Marita Emrich abschließend Dankeschön für ihr Engagement und sie fügte hinzu: „Unsere Mitbürger brauchen euch!“