Kategorie: Interkulturelles

  • InterKulturGarten lud zum Picknick ein

    InterKulturGarten lud zum Picknick ein

    Neues Garten-Paradies in Niederscheyern

    Ebenso beeindruckt wie begeistert waren die Besucher am 11. Juli 2026 vom neuen Pfaffenhofener „Paradiesgarten“. Das idyllische Gelände zwischen Niederscheyerer Straße und Gerolsbachpark bot den optimalen Rahmen für das „Picknick im Paradies“, zu dem die Gestaltungsgemeinschaft des InterKulturGartens in Kooperation mit dem Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) und dem AK Inklusion eingeladen hatte.

    Die Besucher brachten Essen selbst mit, sodass sich ein buntes internationales Buffet ergab, an dem sich jeder bedienen konnte. Dazu gab es Gemüse und Fleisch vom Grill sowie kühle Getränke. Den ganzen Nachmittag über herrschte eine lockere und entspannte Atmosphäre. Bei den hochsommerlichen Temperaturen erwies sich der alte Baumbestand als großer Glücksfall. So spendeten eine weit über hundert Jahre alte Buche, große Linden, Birken und Weiden angenehmen Schatten und einen idealen Platz zum Sitzen, Austauschen und Genießen. In lockeren Gesprächen und Tischrunden war Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen oder Treffen, zu Austausch und Begegnung. Für Kinder gab es Mal- und Bastelangebote, vor allem aber finden sie hier auch auf Dauer einen Sandkasten, die verschiedensten Kletterbäume und viel Natur.

    Sehr erfreulich war beim Picknick die bunte Mischung der Gäste. Neben langjährigen Wegbegleitern, ehemaligen Mitgliedern, die inzwischen verzogen sind, und etlichen Stammgästen nutzten auch einige Nachbarn die Gelegenheit, den neuen InterKulturGarten kennenzulernen. Schnell entwickelten sich persönliche Gespräche, neue Kontakte und Ideen für eine zukünftige Zusammenarbeit.

    Großes Interesse fanden auch die angebotenen Führungen, bei denen die Koordinatoren des InterKulturGartens die Entwicklung des neuen, inzwischen mit Gold zertifizierten Naturgartens erläuterten und die verschiedenen Lebensräume sowie das Konzept des naturnahen Gärtnerns vorstellten.

    Mit knapp 3.000 Quadratmetern ist der neue InterKulturGarten in Niederscheyern zwar deutlich kleiner als das Gartengelände am Bunker, aber er hat auch seine Vorteile. Er ist fast komplett eben und damit für Behinderte leichter zugänglich. Ein altes Gartenhaus kann nicht nur als Lager genutzt werden. Und ein Teich, der aus einer Quelle ständig mit Frischwasser versorgt wird, bietet neben Lebensraum für Fröschen und Molchen auch immer genügend Gießwasser für die vielen Blumen- und Gemüsebeete. Wie erfrischend hier ein Fußbad ist, konnten die Picknickbesucher am Samstag gleich selbst ausprobieren, und Manfred „Mensch“ Mayer hat auch schon weitere Pläne für das kleines Kneippbad im Kopf.

    Was der ehemalige Stadtrat, der auch schon den InterKulturGarten am Bunkergelände mitinitiiert hatte, gemeinsam mit Eri Gindert in den vergangenen Monaten in dem neuen Gelände geschaffen hat, ist wirklich beachtlich. Mit viel körperlichem Einsatz, Naturverständnis und Kreativität haben sie aus einem unwegsamen, dicht bewachsenen und völlig verwilderten Grundstück einen klar strukturierten, aber dennoch sehr naturnahen Garten gestaltet und der Projektgruppe InterKulturGarten des Vereins HALLERTAUER REGIOnal per Vertrag unentgeltlich überlassen. Hier haben Pflanzen und Tiere viel Raum, aber auch Hobbygärtner und Freiluft-Genießer haben ihre Möglichkeiten.

    Bereits eine Reihe von interessierten Gartenfreunden nutzen hier die Gemüseparzellen und Hochbeete, und auch ein paar Kinder haben kleine Beete zur eigenen Bepflanzung bekommen. Ein LEADER-geförderter LebensRaumErlebnisPfad bietet interessante Informationen, und viele schattige oder auch sonnige Plätze laden zum Ausruhen oder zu Gesprächen ein.

    Wer das Picknick verpasst hat, den neuen InterKulturGarten in Niederscheyern aber kennenlernen möchte, kann sich unter Tel. 08441 72023 melden und einen Termin vereinbaren.

  • Kicken für einen guten Zweck: Gelungenes Benefiz-Fußballturnier von Sali Çekaj

    Kicken für einen guten Zweck: Gelungenes Benefiz-Fußballturnier von Sali Çekaj

    23 Teams beteiligten sich am 5. Juli 2026 am diesjährigen humanitären Fußballturnier des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj e.V. Pfaffenhofen. Bereits seit über 20 Jahren führt der Verein das beliebte Benefiz-Turnier regelmäßig durch und die Beteiligung ist dieses Jahr sogar noch einmal gestiegen. Der gesamte Erlös aus den Teilnehmerbeiträgen sowie dem Verkauf von Essen und Getränken kommt Hilfsprojekten in Albanien und dem Kosovo zugute.

    Mehrere Mannschaften kamen aus Pfaffenhofen, aber auch Teams aus der weiten Umgebung nahmen teil. Neben vielen Hobby- und Betriebsmannschaften war auch der FC Kosova München als einziger Bezirksligist mit dabei. Mit jeweils fünf Feldspielern plus Torwart traten die Teams auf drei Kleinfeldplätzen auf dem Kunstrasen gegeneinander an. Gespielt wurde je zehn Minuten lang in fünf Gruppen, aus denen jeweils die drei Bestplatzierten in die K.O.-Phase weiterkamen. Nach vielen spannenden Spielen konnte schließlich die Mannschaft G-Netz aus München den Siegerpokal mit heimnehmen. Auf Platz zwei folgte Kastrati Haustechnik aus Pfaffenhofen, gefolgt vom Pfaffenhofener Team Daskalov Küchenmontage. Als bester Torschütze wurde Safet vom Team Shqiponjat Dardane aus Fürstenfeldbruck ausgezeichnet, und bester Torwart war Semih Cakmakci vom Team G-Netz. Die Mannschaft von Sali Çekaj zeigte sich wieder als sehr guter Gastgeber, denn sie beschied sich mit einem der hinteren Plätze. Gastgeberqualitäten bewiesen aber auch die Helfer, die für eine gute Bewirtung sorgten. Viele Vereinsmitglieder packten bei der Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung kräftig mit an. Und die Organisation, Turnier- und Spielleitung lagen bei Argent Ferizi, dem Vorsitzenden von Sali Çekaj, und seinen Mitstreitern in besten Händen.

    Foto:
    Das Team des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj Pfaffenhofen mit dem Vereinsvorsitzenden und Turnierleiter Argent Ferizi (von links), Gazmend Dashi, den Spielern Albijon, Rilind, Ilirjon, Ridon, Jetmir, Ermal, Altin und den Spielleitern Enis und Luan.

  • Zu heiß für spannende Geschichten

    Zu heiß für spannende Geschichten

    So spannend die Geschichten auch waren – es war einfach zu heiß für einen Erzählnachmittag: Zu „Märchen aus aller Welt“ lud die Caritas am Wochenende zusammen mit dem Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) im Rahmen der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2026 ein, aber die Besucherzahl hielt sich in Grenzen. Dabei hatten Caritas-Mitarbeiterin Narine Hayrapetyan und die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich alles für einen gemütlichen Nachmittag vorbereitet. Und die Erzähler verschiedener Nationen hatten für ihre großen und kleinen Zuhörer abenteuerliche Märchen aus ihrer Heimat mitgebracht und lasen oder erzählten diese auf Deutsch.  

    Die Spanierin Lucia Casares-Villalba (Foto oben), die aus Barcelona stammt, erzählte eine berühmte Legende ihrer katalanischen Heimat. Dieter Kleiss las eine Geschichte aus England und ein Märchen aus dem arabischen Raum.

    Eigentlich waren auch noch Märchen aus Armenien und Rumänien vorgesehen, doch die fielen wegen der Hitze aus.

  • Baum der Religionen fürs Friedensgebet bunt geschmückt

    Baum der Religionen fürs Friedensgebet bunt geschmückt

    Am Baum der Religionen im Pfaffenhofener Bürgerpark findet am Mittwoch, 17. Juni, um 19.30 Uhr das alljährliche interreligiöse Friedensgebet der örtlichen Kirchen und Religionsgemeinschaften statt. Musikalisch wird es vom Gospelchor Voices of Joy gestaltet.

    Pünktlich dazu haben Ehrenamtliche des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) den Baum der Religionen an der Ilmbrücke im Bürgerpark mit 113 bunten Bändern geschmückt. Die 113 Bänder stehen hier für die Menschen aus 113 Nationen, die derzeit in Pfaffenhofen leben.

    Das Friedensgebet findet im Rahmen der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen und des Kultursommers statt. Der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) lädt dazu alle Interessierten herzlich ein.

    Das Bild zeigt (von links) Shemsi und Hajdin Haziri sowie Ardian Ndreka beim Schmücken des Baumes der Religionen mit 113 bunten Bändern.

  • Interkulturelle und Interreligiöse Wochen 2026

    Zum mittlerweile 9. Mal veranstaltet der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) in diesem Jahr Interkulturelle und Interreligiöse Wochen. Das vielfältige Programm umfasst wieder eine ganze Reihe von Veranstaltungen vom Frühjahr bis in den Herbst, die zum Teil von mehreren Mitveranstaltern mitgestaltet werden. Wie gewohnt sind alle Interessierten bei freiem Eintritt eingeladen (nur im Kino müssen Karten gekauft werden).

    Eröffnet wurden die Interkulturellen Wochen bereits am 6. März mit dem gemeinsamen Fastenbrechen von Muslimen und Christen in der Moschee an der Hohenwarter Straße.

    Als nächste Veranstaltung steht am Sonntag, 19. April, von 11 bis 19 Uhr der Frühjahrs-Kermes an der Moschee an der Hohenwarter Straße auf dem Kalender. Die Pfaffenhofener laden dazu gemeinsam mit den Ditib-Gemeinden Baar-Ebenhausen, Wolnzach, Geisenfeld und Mainburg alle Interessierten ein. Auf dem Programm steht u.a. eine Lesung von Djan Walsh, der um 15.30 Uhr im Saal der Moschee aus seinem Buch „Ein Leben mit den Türken“ liest. Außerdem gibt es Essen, Gegrilltes, Süßes und Getränke, und für Kinder wird eine Hüpfburg aufgebaut. Der Gesamterlös der Veranstaltung kommt der humanitären Hilfe im Gaza-Streifen zugute.

    Nächster Programmpunkt bei den Interkulturellen Wochen ist die Eröffnung der Ausstellung „Die Kunst deines Nachbarn VII: Zwischenwelten – Junge Kunst von nebenan“ am 2. Mai um 19.30 Uhr auf dem Kalender. Die Ausstellung mit Werken von fünf jungen Künstlerinnen und Künstlern mit Migrationshintergrund kann bis zum 7. Juni in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung besichtigt werden.

    Tief bewegend, aber auch sehr humorvoll ist der Film „Mission: Joy – Zuversicht & Freude in bewegten Zeiten“, der die außergewöhnliche Freundschaft zwischen dem Dalai Lama und dem südafrikanischen Erzbischof Desmond Tutu dokumentiert. Der Film wird am 21. Mai um 19.30 Uhr im Cineplex Pfaffenhofen gezeigt.

    Ein Höhepunkt der Interkulturellen Wochen ist das Jubiläumsfest „10 Jahre Mutter-Teresa-Statue“ am 14. Juni um 11.30 Uhr auf dem Pfarrplatz bzw. in der Stadtpfarrkirche

    Drei Tage später, am 17. Juni um 19.30 Uhr, folgt das interreligiöse Friedensgebet am Baum der Religionen im Bürgerpark.

    Die Pfaffenhofener Caritas ist wieder mit zwei Veranstaltungen bei den Interkulturellen Wochen dabei: Am 19. Juni um 9 Uhr sind alle interessierten Frauen zum internationalen Frauenfrühstück eingeladen, und am 20. Juni um 15 Uhr sind alle Kinder beim Erzählnachmittag „Märchen aus aller Welt“ willkommen.

    Das „Picknick im Paradies“ findet am 11. Juli ab 14 Uhr erstmals nicht auf dem Bunkergelände, sondern im neuen InterKulturGarten in Niederscheyern statt. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet schließlich am 9. Oktober der Jahresempfang der Religionen und Kulturen, zu dem diesmal die Neuapostolische Gemeinde einlädt.

  • Frühjahrs-Kermes und Lesung

    Neues Buch „Ein Leben mit den Türken“

    Der beliebte Frühjahrs-Kermes an der Pfaffenhofener Moschee steht am Sonntag, 19. April, von 11 bis 19 Uhr auf dem Kalender der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP). Zu diesem Fest lädt die türkisch-islamische Gemeinde Pfaffenhofen gemeinsam mit den Ditib-Gemeinden Baar-Ebenhausen, Wolnzach, Geisenfeld und Mainburg alle Interessierten ein. Der Eintritt ist frei.

    Eine Besonderheit bei diesem Kermes ist eine Lesung von Djan Walsh, der um 15.30 Uhr im Saal der Moschee aus seinem Buch „Ein Leben mit den Türken“ liest. Außerdem gibt es Essen, Gegrilltes, Süßes und Getränke, und für Kinder wird eine Hüpfburg aufgebaut. Der Gesamterlös der Veranstaltung kommt der humanitären Hilfe im Gaza-Streifen zugute.

    Mit der Lesung, die in deutscher und türkischer Sprache gehalten wird, soll das Buch „Ein Leben mit den Türken“ vorgestellt werden, das sich 65 Jahren deutsch-türkischer Freundschaft widmet. Neben dem in Deutschland geborenen Autor Djan Walsh kommt auch der Herausgeber und Übersetzer Latif Çelik zu der Veranstaltung nach Pfaffenhofen. Das Buch enthält Artikel, Tagebucheinträge, Erinnerungen und Notizen von türkischen Gastarbeitern aus den vergangenen Jahrzehnten. Dabei kommt u.a. auch Halil Ibrahim Bal (gestorben 2024) zu Wort, der Vater des langjährigen Vorsitzenden der Pfaffenhofener Ditib-Gemeinde, Recep Bal.

  • Interessanter Abend in der Moschee

    Interessanter Abend in der Moschee

    Gemeinsames Fastenbrechen von Muslimen und Christen

    Muslime laden Christen ein – das ist seit über 20 Jahren in Pfaffenhofen gelebte Tradition. Bereits seit Anfang der 2000er-Jahre empfängt die türkisch-islamische Gemeinde Ditib jedes Jahr im Fastenmonat Ramadan Vertreter aus Politik und Gesellschaft, Kirchen und Schulen beim gemeinsamen Fastenbrechen – anfangs in den alten Räumen an der Kellerstraße und seit 2015 nun in der Moschee an der Hohenwarter Straße.

    Am 6. März konnte der neue Ditib-Vorsitzende Seyfettin Kilic viele Gäste zum abendlichen Fastenbrechen, dem „Iftar“, begrüßen, und sie alle bedankten sich für die langjährige Gastfreundschaft. Bürgermeister Thomas Herker bezeichnete die Moschee als „offenes Haus, das auch viele nicht-türkische Besucher hat“, und die stellvertretende Landrätin Kerstin Schnapp hob den Dialog, die Gemeinschaft und das Zusammenkommen hervor.

    Marita Emrich, die Vorsitzende des Internationalen Kulturvereins (IKVP), betonte, dass mit dem christlich-islamischen Dialog bereits seit über 20 Jahren „Brücken zwischen den Kulturen und Religionen“ gebaut würden. Sepp Steinbüchler, ehemaliger Pastoralreferent der katholischen Stadtpfarrei und Leiter der AG Tisch der Religionen und Kulturen im IKVP, bedankte sich bei den bisherigen Ditib-Vorsitzenden: bei Ali Tekin für seine Pionierarbeit, denn er hatte als Erster die politisch Verantwortlichen der Stadt zum Fastenbrechen eingeladen; bei Erol Demirci, der die Arbeit zwei Jahre lang fortgesetzt hatte, und bei Recep Bal, dessen „Ära“ von 2006 bis 2025 dauerte.

    Recep Bals langjährige Tätigkeit würdigte auch der neue Ditib-Vorsitzende Seyfettin Kilic, und Bal selbst bedankte sich – sichtlich bewegt – bei seinen Landsleuten und den deutschen Gästen für die „hervorragende Zusammenarbeit“ in den vergangenen 19 Jahren. „Wir sind inzwischen längst Einheimische geworden“, erklärte Recep Bal und wies darauf hin, dass auch zwei aktive Ditib-Mitglieder für den Stadtrat kandidierten.

    „Danke“ war vielleicht das wichtigste Wort dieses Abends. So ging ein großes Dankeschön auch an Sepp Steinbüchler für die langjährige Freundschaft und Unterstützung. Und an die türkischen Frauen, die ihre Gäste immer mit köstlichem Essen versorgen – an diesem Abend auch wieder mit Linsensuppe, gebackenen Auberginen mit Hackfleisch und Reis sowie süßen Baklava.

    Dank steht aber auch bei den Gebeten der Muslime im Mittelpunkt, und zwar Dankbarkeit gegenüber Allah. Das erläuterte Harun Gülten, der ehemalige Imam der Pfaffenhofener Gemeinde, den Besuchern, die im schönen Gebetsraum ein Gebet miterleben konnten. Fünfmal täglich beten gläubige Muslime, und der Ramadan ist für sie nicht nur ein Monat des täglichen Fastens von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, sondern auch eine Zeit des Teilens, des Spendens und des abendlichen Zusammenkommens.

    Diese Gemeinschaft im Ramadan bezeichnete die Islamwissenschaftlerin Susanne Odin als wirklich beneidenswert. Als Mitarbeiterin für Interreligiösen Dialog im Kirchenamt der evangelisch-lutherischen Landeskirche Bayern nimmt sie in verschiedenen Gemeinden am Fastenbrechen teil, und dabei spürt sie immer wieder „die Freude am Ramadan, an der Gastfreundschaft und der Gemeinschaft“. Für einen besonderen „Hingucker“ sorgten an diesem Abend drei Buben, die als „junge Derwische“ auftraten: Sefa, Ömer und Berat traten in weißen Gewändern und hohen Hüten auf und tanzten und drehten sich minutenlang zur Musik von Imam Coskun Öztürk.

    „Friedenstänzer“ als Gastgeschenk überreichten die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich und Sepp Steinbüchler (von links) an die ehemaligen Ditib-Vorsitzenden Recep Bal, Ali Tekin und den neuen Vorsitzenden Seyfettin Kilic.
    Sepp Steinbüchler (rechts) bedankte sich bei der Islamwissenschaftlerin Susanne Odin für ihr Kommen.
    Essensausgabe beim Fastenbrechen
    • Die Frauen haben die Gäste beim Fastenbrechen wieder bestens bekocht und bewirtet. Dafür bedankte sich der Ditib-Vorsitzende Seyfettin Kilic (rechts) mit Orchideen.
    Als junge Derwische traten Sefa, Ömer und Berat beim Fastenbrechen auf. Ihr Lehrer war Imam Coskun Öztürk, der sie auf der Ud, einer orientalischen Kurzhalslaute, musikalisch begleitete.
  • Die Kunst deines Nachbarn VII

    Die Kunst deines Nachbarn VII

    Zwischenwelten – Junge Kunst von nebenan

    Unter dem Titel „Die Kunst deines Nachbarn“ ist alle zwei Jahre, im Rahmen der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen, eine Ausstellung in der Städtischen Galerie zu sehen, die sich bisher jedes Mal mit einem anderen Land beschäftigt hat. In diesem Jahr ist sie international: Fünf junge Künstlerinnen und Künstler mit Migrationshintergrund aus dem Landkreis Pfaffenhofen zeigen unter dem Titel „Zwischenwelten – Junge Kunst von nebenan“ einige ihrer höchst unterschiedlichen Werke. Kuratiert wird die Ausstellung von der IKVP-Vorsitzenden Marita Emrich und der Künstlerin Carine Raskin-Sander.

    Die fünf jungen Künstlerinnen und Künstler arbeiten in verschiedenen Techniken und ihre Werke zeigen ganz unterschiedliche Ansätze.

    Lea Ndreka ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und hat deutsch-albanische Wurzeln. Sie hat Kommunikationsdesign, Kunst- und Kulturgeschichte an der Technischen Hochschule Augsburg studiert und ihren Master in Design & Change an der Linnaeus Universität in Växjö/Schweden gemacht. Sie arbeitet jetzt als Brand Managerin in Leipzig. Ihr besonderes Interesse gilt der nachhaltigen Entwicklung.

    Ihre künstlerische Praxis sieht Lea als leisen Dialog mit sich selbst, als Versuch zu verstehen, wie sie sieht, spürt, erinnert. In Malerei und Zeichnung öffnet sie Zwischenräume: das Hier und Jetzt, den Zufall, das Dazwischen von Menschen, Gedanken und Gefühlen.

    Daria Zemerova ist in Portugal geboren und hat russisch-ukrainische Wurzeln. Seit 2012 lebt sie in Geisenfeld. Sie stammt aus einer Künstlerfamilie – die Mutter Lyudmyla Storozhenko stellte selbst einen Teil ihrer Kunstwerke bei der „Kunst deines Nachbarn“ 2024 in Pfaffenhofen aus. Daria studiert an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Kunstpädagogik und Germanistik.
    Sie arbeitet mit zahlreichen Techniken – Zeichnung, Malerei, Keramik, Linolschnitt, Kaltnadel-Druck Zyanotypie oder digitale Malerei – und findet gern verschiedene Wege, ihre Kunst auszudrücken. In der Ausstellung „Zwischenwelten“ zeigt sie vorwiegend Drucke und gemalte Bilder, aber auch eine Keramik und einen kleinen Teppich. 

    Dinah-Charles Francis ist ein bayerisches Mädchen mit nigerianischen und kroatischen Wurzeln. Diese verschiedenen kulturellen Einflüsse prägen ihre Sicht auf die Welt. Nach einem Kommunikationsdesign-Studium an der Designschule München studiert sie jetzt Fotografie an der Royal Academy of Art in Den Hague/Niederlande.

    Durch Fotografie versucht sie Barrieren abzubauen, und durch Mode zeigt sie, dass Stil kein Statussymbol ist, sondern eine Sprache des Charakters. Ihr Ziel ist es, Räume zu schaffen, visuelle, physische und kulturelle, in denen Menschen sich selbst neu sehen können. Viel Aufmerksamkeit hat Dinah-Charles Francis im vergangenen Jahr gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Amiera Harithas bekommen, denn ihr Entwurf wurde als Oktoberfest-Plakat 2025 ausgewählt.

    Hanna Laura Emrich ist in Pfaffenhofen geboren und hat deutsch-rumänische Wurzeln.
    Sie war Mitglied des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins und stellte 2024 und 2025 zusammen mit ihren Kunstfreunden in der Jahresausstellung des Kreativquartiers einige ihrer Werke aus. Zurzeit studiert sie Kunst und Multimedia an der LMU. 
    Ob Malerei, Zeichnungen oder Fotografie – Hanna ist immer wieder fasziniert von Farbgestaltung und Verzerrung der Realität. Obwohl sie Objekte gern realistisch darstellt, haucht sie ihren Bildern erst durch surreale, harte Farbkontraste Leben ein. In Pfaffenhofen zeigt sie Fotografien sowie Zeichnungen mit Tusche, Buntstift und Acryl.

    Loris van den Beld hat französische und holländische Wurzeln. Er ist in Pfaffenhofen und Scheyern zur Schule gegangen und studiert jetzt Digital Media und Print an der Hochschule München.
    Seine Leidenschaft für Fotografie hat Loris schon mit neun Jahren durch seinen Vater entdeckt und seitdem immer weiter ausgebaut. Mit seinen Fotos will er die Betrachter anregen, ihre eigenen Erfahrungen damit zu verknüpfen. Egal wie banal oder komplex ein Foto auch sein mag, das Ziel bleibt immer gleich: Gefühle in Menschen auszulösen und zum Nachdenken anzuregen.

    • Die Vernissage beginnt am Samstag, 2. Mai, um 19.30 Uhr in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung. Anschließend kann die Ausstellung vom 3. Mai bis 7. Juni besichtigt werden.
    • Am Eröffnungsabend übernimmt Kulturreferent Reinhard Haiplik die Begrüßung der Gäste, und Carine Raskin-Sander gibt eine Einführung in die Ausstellung. Auf dem Programm stehen außerdem eine Tanzvorführung von Viktoria Hartmann und Musik von Anastasia Lytvin (Querflöte – 1. Preis beim Landeswettbewerb und 2. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ ) und Markiian Lytvin  (Klarinette)
    • Am Samstag und Sonntag, 6./7. Juni, sind die Künstlerinnen und Künstler selbst in der Ausstellung anwesend.
    • Zu Führungen durch die Ausstellung lädt Carine Raskin-Sander an zwei Sonntagen, 10. und 31. Mai, jeweils um 16 Uhr ein.
    • Hanna Emrich bietet am Samstag, 6. Juni, von 15 bis 17 Uhr einen Workshop „Zeichentechniken“ an.

    (Foto oben: Lea Ndreka, Que-Linh, digitale Zeichnung)

    Daria Zemerova, Keramik „Weisheit“
    Das Münchner Wies’nplakat 2025 wurde von Dinah-Charles Francis und Amiera Harithas gestaltet.

  • Internationales Frauenfrühstück

    Internationales Frauenfrühstück

    Begegnung, Gespräche, Kulinarisches

    Das internationale Frauenfrühstück ist ein Treffpunkt für Frauen aller Nationen, Kulturen und Altersgruppen. Es findet am Freitag, 19. Juni, um 9 Uhr in den Räumen der Caritas, Ambergerweg 3, statt. Der Eintirtt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Das Frühstück soll Raum für Begegnung bieten und den Austausch zwischen den Frauen ermöglichen. Willkommen sind alle Frauen, die bei einem vielfältigen Frühstücksbuffet und in gemütlicher Atmosphäre neue Kontakte knüpfen wollen, sich austauschen und neue Eindrücke gewinnen möchten.

    Ansprechpartnerinnen sind die Caritas-Mitarbeiterin Jenny Nguemakwe Poungom und die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich.

  • „Märchen aus aller Welt“

    „Märchen aus aller Welt“

    Internationaler Erzählnachmittag

    Die Migrationsberatung der Caritas lädt Groß und Klein zu einem Erzählnachmittag mit internationalen Märchen ein. Treffpunkt ist am Samstag, 20. Juni, um 15 Uhr bei der Caritas, Ambergerweg 3.

    Gemeinsam mit den Erzählern begeben sich die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine Reise durch verschiedene Länder und Kulturen und hören spannende und zauberhafte Märchen aus aller Welt. Der Märchennachmittag bietet Raum für Fantasie, gemeinsames Erleben und interkulturellen Austausch – ein Nachmittag zum Zuhören, Staunen und Wohlfühlen für Kinder, Eltern, Großeltern.